Bürgerdialog mit Christopher Emden

Am Freitagabend hatte der Kreisverband Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund den Richter und Landtagsabgeordneten Christopher Emden zu Gast.

Herr Emden referierte zum Thema Asylrecht und Migrationspakt.

Der Abend startete mit einer Schweigeminute für die Opfer in Straßburg. Leider hielt es ein Gast (eher aus dem linken Spektrum) nicht für nötig, sich an dem Gedenken für die Opfer zu beteiligen. Er wurde später am Abend von einem Parteimitglied aus dem Vorstand darauf hin angesprochen. Der Gast weigerte sich sein Verhalten zu erklären und fühlte sich vom Parteimitglied auch sofort angegriffen. Stehend, mit eher drohenden Gebärden, erklärte er, dem noch sitzenden Parteimitglied, er fühle sich auch körperlich bedroht. Danach verließ er freiwillig den Saal.

Danach verlief der Abend ruhig und mit sachlicher Diskussion. Zwei Gäste aus dem Ortsverband Varel der FDP (die einzige der vielen geladenen Parteien) konnten einige sachliche und auch gute Argumente beisteuern. Wieder hat sich gezeigt, dass eine ruhige Diskussion miteinander für beide Seiten ein Gewinn ist.

Mit dem Asylrecht hat sich Herr Emden in seiner Laufbahn als Richter intensiv beschäftigt und konnte so „aus dem Nähkästchen plaudern“. Einige Geschichten wären sogar recht lustig gewesen, wenn einem, wegen des Ernstes der Lage, hier nicht das Lachen im Halse stecken bleiben würde.

Hier das Fazit: Fast alle, die im Lande sind, werden bleiben. Und, die Betrüger beim Asylrecht tun das auch auf dem Rücken der ehrlichen und notleidenden Immigranten.
Auch den Migrationspakt durchleuchtete Herr Emden mit der juristischen Brille.

Hier das Fazit: Der Migrationspakt ist bindend für die unterzeichneten Länder, er wird keine Änderung bei den Fluchtursachen bringen, ganz im Gegenteil.

Ein gelungener und informativer Abend, der im gut besuchten großen Saal des Bürgerhauses erst gegen 23.00 Uhr zu Ende ging. Am Ende des Abends hatten auch die Demonstranten aus dem linken und jungsozialistischen Milieu die Segel gestrichen und waren gegangen. Auch nach Einladung durch den Kreisvorsitzenden und dem Referenten wollten sie sich nicht an der Diskussion beteiligen, sie wollten keinen Raum betreten, in dem es (O-Ton) „braun stinkt“. Vielleicht hatten sie auch einfach Angst davor, durch Fakten verwirrt zu werden.