SPD Spitzenmitarbeiterin hält Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung für legitim!

Die Jusos in Wittmund regten sich kürzlich über den Kommentar von Stephan Zerth auf. Da ist man sehr geneigt, dem Parteinachwuchs etwas Nachhilfe darüber zu geben, wie sich ihr Spitzenpersonal in der Parteizentrale zu Gewalt und „Antifa“ äußert.

Angela Marquardt, ehemaliger jugendlicher Stasi-Spitzel und ehemalige stellvertretende Vorsitzende der SED Nachfolgeorganisation PDS hat es geschafft. Sie ist jetzt endlich im Zentrum der Macht angekommen! Seit 2006 ist sie Mitarbeiterin von SPD Chefin Andrea Nahles und nunmehr auch von Sönke Rix, dem Sprecher des „Arbeitskreises Denkfabrik“ der SPD-Fraktion. Zufall, dass die Marquardt auch Geschäftsführerin dieses Arbeitskreises ist?

In der SPD-Parteipostille „Vorwärts“ (07. September 2018) kritisierte sie angebliche Vorbehalte von SPD-Granden gegenüber dem linksradikalen Rand. Anlass? Natürlich „Chemnitz“! Überschrift: Breite Bündnisse – Im Kampf gegen rechts braucht die SPD auch die Antifa. Das ist das Glaubensbekenntnis der Marquardt.

O-Ton Marquardt:

„Ich engagiere ich mich seit 1990 gegen Rechtsextremismus. Ich habe in den vielen Jahren meiner Auseinandersetzung mit Neonazis und der dazu oft schweigenden Mehrheit viel Gewalt erfahren, ohne dass es je für mich im Umkehrschluss in Frage gekommen wäre, Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung zu akzeptieren. Bevor ich also weiter ausführe und damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich lehne jede Form von Gewalt ab.“

Also: Sie lehnt Gewalt ab! Wie schön! Aber man wird doch mit „Antifa“ und Antideutschen demonstrieren dürfen! Denn „Bündnisse“ mit denen sind nicht in Frage zu stellen, alles andere wäre „unsolidarisch“! Die SPD auf der Suche nach „Bündnispartnern“! Kein Wunder, bei derzeit 16-18% Umfragewerten.

„Ich jedenfalls gehe lieber mit gewaltfreien Antideutschen auf die Straße, als zur schweigenden Mehrheit zu gehören. Vielleicht treffen junge Antifas oder Antideutsche nicht immer den Ton und die richtige Formulierung. Und nicht jede Demoparole ist gelungen. Aber deswegen in Frage zu stellen, dass sie mit uns gemeinsam gegen Nazis auf die Straße gehen, dafür fehlt mir jedes Verständnis. Liebe SPD, irgendwann möchte niemand mehr mit uns in Bündnisse, wenn wir uns so unsolidarisch verhalten.“

Wobei die Marquardt die AfD – wen wundert´s – als Nazi-Partei sieht (taz, 20.06.2017). Und da sind die Schlägertrupps und Denunzianten der „Antifa“ natürlich hilfreich. Die persönliche Mitarbeiterin von Nahles weiter:

„Niemand will Bündnisse mit gewaltbereiten Schlägern, aber gerade weil insbesondere junge Menschen, die sich antifaschistisch und antirassistisch in diesem Land engagieren, oft kriminalisiert und vorverurteilt werden, ist es verdammt noch mal unsere Aufgabe, an ihrer Seite zu stehen.“

Wer AfD Infostände zusammenhaut, AfD Mitglieder angreift und verletzt, Gaststätteninhaber unter Druck setzt, AfD Veranstaltungen nicht durchzuführen, wird „kriminalisiert“ und „vorverurteilt“. Arme „junge Menschen“! Soweit ist es hierzulande schon gekommen!

Soweit, so scheinheilig? Aber ist das jetzt nur „Chemnitz“ geschuldet, oder zieht sich da eine Linie durch: Wirklich gegen jede Gewalt? Es darf geraten werden!

1994 hatten Linksextremisten einen Brandanschlag auf die Druckerei der Jungen Freiheit in Weimar verübt. Schaden weit mehr als 1 Million DM. Monate später wird Marquardt in einem Interview zum Brandanschlag gefragt. Antwort:

„Ich halte es für legitim, zu verhindern, dass die JUNGE FREIHEIT gedruckt werden kann.“ (Wochenpost, 1997)

Mal eben eine Druckerei abfackeln ist ja keine Gewalt, oder? Vorausgesetzt, es handelt sich um die richtige Gesinnung. Dann ist das natürlich keine Straftat, sondern fällt unter die Alt-68er Rubrik „Gewalt gegen Sachen“ oder „ziviler Ungehorsam“!

Auch ein „Schreiten Seit´an Seit`“ mit Antideutschen ist nichts, was die Marquardt erst kürzlich entdeckt hat. Da muss man keine „Rechtsextremisten“/„Nazis“ verhindern. Es reicht schon die Erinnerung an die friedliche DDR-Revolution 1989.

20 Jahre danach marschierten 2009 rund 1.500 Linksradikale unter dem Motto „Still not loving Germany. Die Revolution – ein Mythos, die Freiheit – eine Farce, Deutschland – eine Zumutung“ durch Leipzig. Polizisten wurden bespuckt und mit Abfällen beworfen. Angemeldet hatte die Demonstration: die jede Gewalt ablehnende Angela Marquardt (SPD).

Marquardt macht als Strippenzieherin in der SPD Karriere. Vor dem Hintergrund erscheinen die Sprüche „Wir lehnen Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung ab“ bei der SPD vorgeschoben, es muss nur gegen die richtige Richtung gehen. Denn die Praxis und die gewollte Verstärkung der Zusammenarbeit mit „Antifa“ (Stichwort: Bündnisse) sagt da was Anderes. Wen wundert´s bei der SPD und ihrem Zustand?

Anm. der Redaktion: Der Autor ist uns bekannt