Sozialschmarotzer im Vorgarten!

Ich konnte es nicht verhindern und auch nicht beeinflussen. Sie füttert wildfremde Vögel! Ich wurde von meiner Regierung, meiner Frau, nicht einmal gefragt. Sie kann da sehr resolut sein. Sie sagt dann: “Ich habe sie eingeladen und nun sind sie halt da!”.  Und: “Wir schaffen das!”.

Also schaffen wir täglich Futter ran und sorgen für unsere bunten Gäste, die für  unsere Haushaltskasse leider keinerlei Beitrag leisten. Mittlerweile hat sich unsere Großzügigkeit auch herumgesprochen und so kommen täglich mehr bunte Gesellen, die sich lustig in unserem Vorgarten tummeln. Durch das schier unbegrenzte Futterangebot werden unsere Gäste allerdings recht wählerisch. Teilweise kann man beobachten, dass eine gewisse Klientel mehr damit beschäftigt ist, sich die “Rosinen” rauszupicken und den Rest auf dem Boden zu entsorgen. Es gibt da allerdings einige deutsche Brieftauben, die sich gerne der verschmähten Körner annehmen. Die sind allerdings recht scheu. Sie fliegen weg, sobald man die Tür aufmacht, oder ans Fenster geht. Ganz im Gegensatz zu unseren bunteren Gesellen, die genau wissen wann es wieder Nachschub gibt. So ist meine Frau ständig damit beschäftigt, die Futterstellen wieder aufzufüllen. Ich dagegen, habe gerade mit meinem freundlichen Bankberater die Konditionen für die dritte Hypothek vereinbart um die Konten auszugleichen. Na ja, macht nichts. Wir schaffen das! Zur Not kann ich auch noch meine Altersversorgung verpfänden. Das tut man doch gerne.

Meine Frau plant gerade eine dritte Futterstelle, damit auch wirklich alle Familienmitglieder eine artgerechte Ernährung erhalten können. Da stehe ich natürlich voll dahinter. Ich plane derweil den Verkauf unserer Autos. Soll ja ganz einfach sein, über wirkaufendeinauto.de, oder so.

Die brennende Frage ist: Wie schaffen wir in Zukunft das Futter ran?
Ach was, ich hab ja noch ‘ne alte Sackkarre im Keller und der nächste Raiffeisen ist nicht weit. Vielleicht nehmen die auch einen Scheck…